Verdun, feuillets de guerre

Als Hommage an die Dichter und Komponisten, die in Verdun gekämpft haben, bietet Verdun, feuillets de guerre eine Entdeckung von Melodien, die im Wesentlichen in der Umgebung von Verdun geschrieben wurden. Elf dieser Melodien, die von der Sopran-Sängerin Françoise Masset und der Pianistin Anne Le Bozec interpretiert werden, werden zum ersten Mal direkt am Ort dieser Schlacht gespielt werden. Das gesamte auf diese Weise gesammelte musikalische Werk wird dann auf einer gleichnamigen CD aufgezeichnet, die anlässlich der Wiedereröffnung des Mémorial in ganz Frankreich erscheinen wird.

Diese Veranstaltung ist gratis, nach verbindlicher Online-Reservierung vor Samstag, den 20. Februar 2016 um 17.00 Uhr.

Dauer: 1 Std.

Das Konzert wird im Auditorium des Mémorial stattfinden.


Françoise Masset ist eine französische Sopran-Sängerin mit vielseitigem Repertoire, vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik. Der Kritiker Ivan Alexandre würdigt sie als „eine unserer seltenen, unserer letzten Vortragskünstlerinnen, die weiß, wo sie den tonischen Akzent und den pathetischen Akzent in der Isis von Lully ebenso wie in einem Lied von Kosma setzen soll …“

Anne Le Bozec, Lehrerin für Vokalbegleitung am Pariser Konservatorium, ist eine mehrfach ausgezeichnete französische Pianistin, die auch weltweit in der Meisterklasse unterrichtet.

Françoise Masset. Foto: Frédéric Jean.

Françoise Masset. Foto: Frédéric Jean.

Anne Le Bozec. Foto: Caroline Doutre.

Anne Le Bozec. Foto: Caroline Doutre.



Hören Sie als Vorpremiere einen Auszug der CD Verdun, feuillets de guerre, Les musiciens et la Grande Guerre, Bd. XVI, Éditions Hortus (Erscheinungstermin: Frühjahr 2016): Lettre de chez nous 
 von Pierre Vellones, Interpretation durch Françoise Masset (Sopran) und Anne Le Bozec (Klavier).


Diese Vorstellung ist eines der sechs Konzerte, die 2016 im Rahmen des Programms „Verdun, Musik für eine Schlacht“ stattfinden werden. Als Begleitung zur Wiedereröffnung des Mémorial wird dieses Programm den Zuhörern eine musikalische Dimension des Ersten Weltkriegs bieten, die in vielen Fällen erstmals aufgeführt wird oder in Vergessenheit geraten ist. Es vereint Musikstücke, die in Verdun oder über Verdun geschrieben wurden, „kunstvoller“ oder volkstümlicher Art. So verbindet es Kammermusik, Musiktheater, Kabarett und Lieder der Frontsoldaten, wobei es zugleich der deutschen Musik die Ehre erweist, die die eingezogenen klassischen Musiker oder Komponisten immer wieder inspiriert hat. Belgische, britische und australische Komponisten, die an der Front gefallen sind, werden in einer feierlichen Gedenkfeier mit Orgelmusik zum Abschluss dieses Programms ebenfalls einbezogen. Die Künstler, die sie interpretieren werden, sind in Frankreich und auf internationaler Ebene bekannt und anerkannt; sie sind beim Thema des Gedenkens an den Ersten Weltkrieg besonders engagiert, im Rahmen von fünf Hauptschwerpunkten: Wiederentdeckung des musikalischen Erbes von Verdun, Volkslied und Theater, Erinnerung, Pädagogik der Vermittlung und Gedenken.

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